Erst der Grill und Barbecue, dann Arbeit: Kunststudenten im Alltag
Posted on 02. Sep, 2011 by Redakteur in Allgemein
Studenten haben alle eines gemeinsam: Die Zeit nach dem Abitur wird erst einmal genossen, bis dann ein neuer „Ernst“ im Leben beginnt. Anfangs noch hoch motiviert, lässt die Begeisterung für das Dauerlernen dann jedoch bei den meisten recht schnell nach: Die Hauptarbeit konzentriert sich immer auf die Zeit vor den Prüfungen. Hier bleibt der Grill dann meistens kalt, denn die Zeit reicht nur für eine Tiefkühlpizza, die schnell in den Backofen geschoben wird. Feierlichkeiten gibt es dann meistens erst wieder zum Semesterabschluss, dafür dann aber mit einem gewissen Nachholfaktor, denn die schweren Wochen der Prüfungsvorbereitungen haben ein Defizit in der Partylaune ausgelöst.
Studenten wussten schon immer, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht. Sicher ergibt sich für fast alle Studierenden, ob nun Jura, Medizin oder Kunstgeschichte, eine gewisse Notwendigkeit des Geldverdienens, zum Beispiel durch Nachhilfe oder Aushilfsarbeiten. Auch ein gewisses Arbeitspensum lässt sich heute nicht mehr vermeiden; ist es doch zum Beispiel an manchen Unis Pflicht, die Vorlesungen zu besuchen, da Abwesenheitsvermerke gemacht werden. Wer sich für ein Studium entschieden hat, tat dies jedoch meistens, weil er sich für sein gewähltes Fach besonders begeistern konnte. Die Arbeit hat also durchweg auch etwas Positives.
Wie sieht ein Kunststudium eigentlich aus?
Ein recht ausführlicher Überblick über das sehr weite Feld der freien und angewandten Kunst ist auf www.studienrichtung.de zusammengefasst. Schnell lässt sich erkennen, dass die einzelnen Kunstrichtungen eigentlich alles und nichts gemeinsam haben. Es gibt Kurse für das Erlernen der Grundlagen, aber auch sehr spezielle Studiengänge, bei denen zum Beispiel ein Grafikdesigner nichts mit dem Wissensschatz, den ein Modedesign-Student erreicht, anzufangen weiß. Etwas abseits von den einzelnen Richtungen steht das Studium der Kunstwissenschaft beziehungsweise der Kunstgeschichte. Hier geht es um alte Maler, antike Architektur, Modern Art und alles, was die Kunst in der Menschheitsgeschichte hervorgebracht hat.
Zum Kunststudium, das nicht immer mit dem Titel „Meisterschüler“ abgeschlossen wird, braucht es einige Vorbereitung. Gute Noten im Schulfach Kunst sind nur ein Teil der „künstlerischen Eignung“, die nachgewiesen werden muss. Hier braucht es eine Hochschulreife, aber auch eine Bewerbungsmappe beziehungsweise das sogenannte Motivationsschreiben. Auch ohne Abitur ist eine Immatrikulation in manchen Fällen möglich – Ausnahmen sind die Ausbildung zum Lehrer für Kunst, Voraussetzung eine Feststellungsprüfung. Wer später als freier Künstler arbeiten möchte, braucht also nicht zwangsläufig ein bestandenes Abitur, muss sich aber einer Aufnahmeprüfung unterziehen.
Glück hat, wer nach dem erfolgreichen Studium eine feste Anstellung erhält, zum Beispiel bei einem TV Sender, an einem Theater, im Museum oder als Designer. Meistens ist die Selbständigkeit nicht zu vermeiden; die Suche nach Aufträgen und Arbeitgebern inbegriffen. Wer sich für das Lehramt im Fach Kunst entscheidet, hat hier verschiedene Schularten zur Auswahl: Von den allgemeinbildenden Schulen bis hin zum Gymnasium, wo der Leistungskurs Kunst unterrichtet wird, stehen alle Türen offen.
Fast alle Studenten haben Nebenjobs
Studiengebühren, Miete, Unterhaltskosten für ein Auto, das Feiern und das Schulmaterial beziehungsweise Arbeitswerkzeug: All das kostet eine Menge Geld. Nicht immer ist das Elternhaus finanziell so gut situiert, dass hier unbegrenzte Unterstützung erfolgen kann. Die meisten Studenten müssen sich deshalb mit Nebenjobs herumschlagen. In den Semesterferien ist also nicht Entspannen, sondern Geldverdienen angesagt. Doch auch während der Semester kommt man nach der Vorlesung nicht zur Ruhe, sondern empfängt oder besucht Nachhilfeschüler, geht kellnern oder anderweitig arbeiten. Im Wohlstand schwimmen wird dennoch kein Student, sofern er noch etwas Freizeit für seine höchstpersönlich ausgelebte Kunst und natürlich die schöne Zeit mit den Kommilitonen übrig haben will. Wer auf der Suche nach einem Nebenjob ist, kann als Student einmal auf http://www.unipilot.de/marktplatz/nebenjobs.php nachsehen; vielleicht ergibt sich hier etwas, das sich mit dem Studium vereinbaren lässt. Durch einen guten Job finanziert sich die Studiengebühr und kann vielleicht noch in eine tolle Kameraausrüstung, in Malutensilien oder Museumsbesuche investiert werden.
